
Rufino Tamayo Catalogue Raisonné Druckgrafiken 1925-1991, Seite 215.
'Hombre' von Rufino Tamayo ist eine Lithografie, die eine abgeflachte, frontale Figur in Ockergelb vor einem dichten, texturierten Kohlegrund zeigt. Mit weit ausgebreiteten Armen weist die Form minimale Gesichtszüge auf — zwei punktförmige Augen, ein kurzer horizontaler Mund — sowie einen vertikalen rot-orangen Streifen, der durch Oberkörper und Beine verläuft und weniger als Kleidungsstück denn als strukturelles Element fungiert. Tamayo richtete seine Praxis auf universelle Archetypen aus, nicht auf politische Symbolik, und diese Figur trägt diese Absicht in sich: Sie ist generisch genug, um jedermann zu verkörpern, und monumental genug, um Gewicht zu besitzen. Die texturierte Oberfläche des Drucks spiegelt Tamayos anhaltendes Interesse wider, grafische Medien in Richtung jener taktilen Dichte zu drängen, die eher der Malerei eigen ist. Verwurzelt in den vereinfachten, frontalen Formen präkolumbianischer Plastik und durch eine kubistische Ökonomie der Linie gefiltert, ist 'Hombre' charakteristisch für sein druckgrafisches Schaffen dieser Periode.
Rufino Tamayo (Mexiko, 1899–1991) verband Modernismus mit mexikanischem Erbe in farbintensiven Gemälden und Druckgrafiken. Beeinflusst von der zapotekischen Kultur mied er politische Themen und konzentrierte sich auf universelle Motive und strukturierte Oberflächen. Sein innovativer Farbeinsatz prägte die Entwicklung der mexikanischen Kunst im 20. Jahrhundert.
Hombre, 1979
Form
Mittel
Größe
- Inch
- Zentimeter
Edition
Preis
- USD
- EUR
- GBP
- CHF
- Echtheit garantiert
- Versicherter Versand
- Online seit 2005
Rufino Tamayo Catalogue Raisonné Druckgrafiken 1925-1991, Seite 215.
'Hombre' von Rufino Tamayo ist eine Lithografie, die eine abgeflachte, frontale Figur in Ockergelb vor einem dichten, texturierten Kohlegrund zeigt. Mit weit ausgebreiteten Armen weist die Form minimale Gesichtszüge auf — zwei punktförmige Augen, ein kurzer horizontaler Mund — sowie einen vertikalen rot-orangen Streifen, der durch Oberkörper und Beine verläuft und weniger als Kleidungsstück denn als strukturelles Element fungiert. Tamayo richtete seine Praxis auf universelle Archetypen aus, nicht auf politische Symbolik, und diese Figur trägt diese Absicht in sich: Sie ist generisch genug, um jedermann zu verkörpern, und monumental genug, um Gewicht zu besitzen. Die texturierte Oberfläche des Drucks spiegelt Tamayos anhaltendes Interesse wider, grafische Medien in Richtung jener taktilen Dichte zu drängen, die eher der Malerei eigen ist. Verwurzelt in den vereinfachten, frontalen Formen präkolumbianischer Plastik und durch eine kubistische Ökonomie der Linie gefiltert, ist 'Hombre' charakteristisch für sein druckgrafisches Schaffen dieser Periode.
Rufino Tamayo (Mexiko, 1899–1991) verband Modernismus mit mexikanischem Erbe in farbintensiven Gemälden und Druckgrafiken. Beeinflusst von der zapotekischen Kultur mied er politische Themen und konzentrierte sich auf universelle Motive und strukturierte Oberflächen. Sein innovativer Farbeinsatz prägte die Entwicklung der mexikanischen Kunst im 20. Jahrhundert.
Was ist Surrealismus?
Der Surrealismus begann in den 1920er Jahren als Kunst- und Literaturbewegung mit dem Ziel, das Unbewusste zu enthüllen und die Fantasie freizusetzen, indem ungewöhnliche und traumähnliche Bilder erforscht wurden. Beeinflusst von Sigmund Freuds Theorien der Psychoanalyse, versuchten surrealistische Künstler und Schriftsteller, das Unbewusste in das rationale Leben zu bringen und die Grenzen zwischen Realität und Träumen zu verwischen. Die Bewegung zielte darauf ab, konventionelle Wahrnehmungen herauszufordern und die irrationalen Aspekte der menschlichen Erfahrung auszudrücken.

Rufino Tamayo
Hombre, 1979
37.5 x 27 cm
























