
Verzeichnet in Rufino TAMAYO Catalogue Raisonné Grafik / Druckgrafik 1925-1991. Pereda, 316
'Hombre en rosa' von Rufino Tamayo ist eine Radierung aus dem Jahr 1984 mit den Maßen 76 × 56 cm. Vor einem gefleckten grauen Grund, der an der Basis von einem dunklen horizontalen Band geteilt wird, stehen zwei flache Formen nebeneinander: eine tiefgrüne Säule, die sich in ihrer Mitte verjüngt und überkreuzt, sowie eine rosafarbene Silhouette einer menschlichen Figur mit in die Seiten gestemmten Armen, in breiten, schematischen Strichen ausgeführt. Die strukturierte Oberfläche — charakteristisch für Tamayos druckgrafisches Werk — verleiht beiden Formen eine körnige, abgeriebene Qualität, die ihrer grafischen Schlichtheit entgegenwirkt. Tamayo widersetzte sich während seiner gesamten Karriere dem politisch aufgeladenen Muralismus seiner mexikanischen Zeitgenossen und bevorzugte universelle figurative Archetypen und chromatische Spannung gegenüber ideologischen Inhalten. Die Verbindung einer geometrischen Form mit einem einsamen menschlichen Umriss steht im Einklang mit diesem Ansatz: Beraubt jeglicher kultureller Spezifik, wird die Figur zu einem Typus statt zu einem Subjekt.
Rufino Tamayo (Mexiko, 1899–1991) verband Modernismus mit mexikanischem Erbe in farbintensiven Gemälden und Druckgrafiken. Beeinflusst von der zapotekischen Kultur mied er politische Themen und konzentrierte sich auf universelle Motive und strukturierte Oberflächen. Sein innovativer Farbeinsatz prägte die Entwicklung der mexikanischen Kunst im 20. Jahrhundert.
Hombre en rosa, 1984
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Verzeichnet in Rufino TAMAYO Catalogue Raisonné Grafik / Druckgrafik 1925-1991. Pereda, 316
'Hombre en rosa' von Rufino Tamayo ist eine Radierung aus dem Jahr 1984 mit den Maßen 76 × 56 cm. Vor einem gefleckten grauen Grund, der an der Basis von einem dunklen horizontalen Band geteilt wird, stehen zwei flache Formen nebeneinander: eine tiefgrüne Säule, die sich in ihrer Mitte verjüngt und überkreuzt, sowie eine rosafarbene Silhouette einer menschlichen Figur mit in die Seiten gestemmten Armen, in breiten, schematischen Strichen ausgeführt. Die strukturierte Oberfläche — charakteristisch für Tamayos druckgrafisches Werk — verleiht beiden Formen eine körnige, abgeriebene Qualität, die ihrer grafischen Schlichtheit entgegenwirkt. Tamayo widersetzte sich während seiner gesamten Karriere dem politisch aufgeladenen Muralismus seiner mexikanischen Zeitgenossen und bevorzugte universelle figurative Archetypen und chromatische Spannung gegenüber ideologischen Inhalten. Die Verbindung einer geometrischen Form mit einem einsamen menschlichen Umriss steht im Einklang mit diesem Ansatz: Beraubt jeglicher kultureller Spezifik, wird die Figur zu einem Typus statt zu einem Subjekt.
Rufino Tamayo (Mexiko, 1899–1991) verband Modernismus mit mexikanischem Erbe in farbintensiven Gemälden und Druckgrafiken. Beeinflusst von der zapotekischen Kultur mied er politische Themen und konzentrierte sich auf universelle Motive und strukturierte Oberflächen. Sein innovativer Farbeinsatz prägte die Entwicklung der mexikanischen Kunst im 20. Jahrhundert.
Was ist Surrealismus?
Der Surrealismus begann in den 1920er Jahren als Kunst- und Literaturbewegung mit dem Ziel, das Unbewusste zu enthüllen und die Fantasie freizusetzen, indem ungewöhnliche und traumähnliche Bilder erforscht wurden. Beeinflusst von Sigmund Freuds Theorien der Psychoanalyse, versuchten surrealistische Künstler und Schriftsteller, das Unbewusste in das rationale Leben zu bringen und die Grenzen zwischen Realität und Träumen zu verwischen. Die Bewegung zielte darauf ab, konventionelle Wahrnehmungen herauszufordern und die irrationalen Aspekte der menschlichen Erfahrung auszudrücken.

Rufino Tamayo
Hombre en rosa, 1984
76 x 56 cm
























