
Literatur : PEREDA, Juan Carlos et al. Rufino Tamayo Catalogue Raisonné Gráfica / Prints 1925 - 1991. México. Fundación Olga y Rufino Tamayo, CONACULTA, INBA, Turner, 2004, pág. 224, katalogisiert 280.
'Personaje en la ventana' von Rufino Tamayo ist eine Radierung aus dem Jahr 1980 mit den Maßen 76 × 56 cm. Eine mauvefarbene, texturierte Figur — ihr kreisförmiger Kopf auf einem rechteckigen Torso, zwei kleine Punkte als Augen und eine geschwungene Linie, die einen Mund andeutet — ist vor einem gefleckten blaugrauen Grund positioniert. Zwei ockerfarbene Bänder durchqueren die Komposition im rechten Winkel und bilden ein Raster, das die Figur rahmt, ohne sie einzuengen. Der Titel lässt sich mit 'Figur am Fenster' übersetzen, und jene goldenen Stäbe lesen sich als Fensterrahmen, der eine archetypische menschliche Präsenz hinter Glas verortet. Das vereinfachte, nahezu gesichtslose Antlitz spiegelt Tamayos beständige Auseinandersetzung mit präkolumbianischen Figurenformen wider und überträgt antike skulpturale Vorbilder in ein modernistisches grafisches Register. Die gefleckten Texturen auf Figur und Grund gleichermaßen — eine Qualität, die seiner druckgrafischen Praxis besonders entgegenkommt — verleihen dem Werk eine verwitterte, beinahe lithische Oberfläche, die diesen Dialog zwischen dem Archaischen und dem Zeitgenössischen unterstreicht.
Rufino Tamayo (Mexiko, 1899–1991) verband Modernismus mit mexikanischem Erbe in farbintensiven Gemälden und Druckgrafiken. Beeinflusst von der zapotekischen Kultur mied er politische Themen und konzentrierte sich auf universelle Motive und strukturierte Oberflächen. Sein innovativer Farbeinsatz prägte die Entwicklung der mexikanischen Kunst im 20. Jahrhundert.
Personaje en la ventana, 1980
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Literatur : PEREDA, Juan Carlos et al. Rufino Tamayo Catalogue Raisonné Gráfica / Prints 1925 - 1991. México. Fundación Olga y Rufino Tamayo, CONACULTA, INBA, Turner, 2004, pág. 224, katalogisiert 280.
'Personaje en la ventana' von Rufino Tamayo ist eine Radierung aus dem Jahr 1980 mit den Maßen 76 × 56 cm. Eine mauvefarbene, texturierte Figur — ihr kreisförmiger Kopf auf einem rechteckigen Torso, zwei kleine Punkte als Augen und eine geschwungene Linie, die einen Mund andeutet — ist vor einem gefleckten blaugrauen Grund positioniert. Zwei ockerfarbene Bänder durchqueren die Komposition im rechten Winkel und bilden ein Raster, das die Figur rahmt, ohne sie einzuengen. Der Titel lässt sich mit 'Figur am Fenster' übersetzen, und jene goldenen Stäbe lesen sich als Fensterrahmen, der eine archetypische menschliche Präsenz hinter Glas verortet. Das vereinfachte, nahezu gesichtslose Antlitz spiegelt Tamayos beständige Auseinandersetzung mit präkolumbianischen Figurenformen wider und überträgt antike skulpturale Vorbilder in ein modernistisches grafisches Register. Die gefleckten Texturen auf Figur und Grund gleichermaßen — eine Qualität, die seiner druckgrafischen Praxis besonders entgegenkommt — verleihen dem Werk eine verwitterte, beinahe lithische Oberfläche, die diesen Dialog zwischen dem Archaischen und dem Zeitgenössischen unterstreicht.
Rufino Tamayo (Mexiko, 1899–1991) verband Modernismus mit mexikanischem Erbe in farbintensiven Gemälden und Druckgrafiken. Beeinflusst von der zapotekischen Kultur mied er politische Themen und konzentrierte sich auf universelle Motive und strukturierte Oberflächen. Sein innovativer Farbeinsatz prägte die Entwicklung der mexikanischen Kunst im 20. Jahrhundert.
Was ist abstrakte Kunst?
Abstrakte Kunst verwendet Form, Linie und Farbe, um eine visuelle Erfahrung zu schaffen, ohne die äußere Realität darzustellen. Die Komposition existiert unabhängig von den visuellen Referenzen der Welt und konzentriert sich darauf, Ideen und Emotionen durch nicht-repräsentative Mittel auszudrücken.

Rufino Tamayo
Personaje en la ventana, 1980
76 x 56 cm
























