
Farblithografie auf Arches-Papier. Handsigniert unten rechts. Bildgröße 50 x 42 cm. Blattgröße 75 x 55,5 cm.
'Arlequin (Harlekin)' von Sonia Delaunay ist eine Lithografie aus dem Jahr 1974, handsigniert und in einer nummerierten Auflage erschienen. Die Komposition ordnet ineinandergreifende Rechtecke, Dreiecke und einen einzelnen halbmondförmigen Bogen auf einem nahezu quadratischen Bildfeld an und bedient sich dabei flächiger Farbfelder in Rot, Kobaltblau, Gelbgrün, Blaugrün, Blauviolett und Schwarz sowie getupfter grauer Partien, die einen taktilen Kontrast erzeugen. Der Titel verweist auf das Flickenkostüm der Commedia-dell'arte-Figur, ein wiederkehrendes Motiv in Delaunays Werk, das es ihr ermöglichte, Farbe in diskrete, gitterartige Felder zu gliedern, ohne auf Gegenständlichkeit zurückzugreifen. Delaunay begründete gemeinsam mit Robert Delaunay den Orphismus, eine Bewegung, die den Farbkontrast — und nicht die Linie — als primäre strukturelle Kraft einer Komposition betrachtete. Dieser Spätdruck, entstanden als die Künstlerin Ende achtzig war, belegt ihre anhaltende Beherrschung dieses Prinzips: Die Farben verschmelzen nicht, sondern prallen an harten Kanten aufeinander und erzeugen allein durch Opposition einen visuellen Rhythmus.
Arlequin (Harlequin), 1974
Form
Mittel
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Farblithografie auf Arches-Papier. Handsigniert unten rechts. Bildgröße 50 x 42 cm. Blattgröße 75 x 55,5 cm.
'Arlequin (Harlekin)' von Sonia Delaunay ist eine Lithografie aus dem Jahr 1974, handsigniert und in einer nummerierten Auflage erschienen. Die Komposition ordnet ineinandergreifende Rechtecke, Dreiecke und einen einzelnen halbmondförmigen Bogen auf einem nahezu quadratischen Bildfeld an und bedient sich dabei flächiger Farbfelder in Rot, Kobaltblau, Gelbgrün, Blaugrün, Blauviolett und Schwarz sowie getupfter grauer Partien, die einen taktilen Kontrast erzeugen. Der Titel verweist auf das Flickenkostüm der Commedia-dell'arte-Figur, ein wiederkehrendes Motiv in Delaunays Werk, das es ihr ermöglichte, Farbe in diskrete, gitterartige Felder zu gliedern, ohne auf Gegenständlichkeit zurückzugreifen. Delaunay begründete gemeinsam mit Robert Delaunay den Orphismus, eine Bewegung, die den Farbkontrast — und nicht die Linie — als primäre strukturelle Kraft einer Komposition betrachtete. Dieser Spätdruck, entstanden als die Künstlerin Ende achtzig war, belegt ihre anhaltende Beherrschung dieses Prinzips: Die Farben verschmelzen nicht, sondern prallen an harten Kanten aufeinander und erzeugen allein durch Opposition einen visuellen Rhythmus.
Was ist Futurismus?
Der Futurismus war eine Kunstbewegung des frühen 20. Jahrhunderts, die darauf abzielte, die Energie und Dynamik der modernen Welt einzufangen. Die Bewegung wurde von dem italienischen Dichter Filippo Tommaso Marinetti ins Leben gerufen, der am 20. Februar 1909 das Manifest des Futurismus veröffentlichte. Der Futurismus lehnte die Vergangenheit ab und umarmte begeistert die Technologie, die Industrie und die Geschwindigkeit des modernen Lebens.

Sonia Delaunay
Arlequin (Harlequin), 1974
75 x 55.5 cm






















