
Was ist Tachismus?
Tachismus ist ein französischer abstrakter Malstil, der zwischen 1940 und 1950 populär wurde und oft als das europäische Äquivalent des abstrakten Expressionismus angesehen wird. Es gibt jedoch stilistische Unterschiede zwischen den beiden. Der Tachismus, der aus dem Art Informel hervorging, lehnte die geometrische Abstraktion zugunsten einer intuitiveren und spontaneren Ausdrucksweise ab. Er war eine Reaktion gegen die strukturierten Formen des Kubismus und ist eng mit dem Informelismus verwandt. Der Tachismus betont den gestischen Pinselstrich, unregelmäßige Formen und konzentriert sich auf den Malprozess selbst.
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Kunstwerke im Zusammenhang mit Tachismus
Asger Jorn
Dans le Sillage d’if-Aube, 1971
Limitierte Druck Auflage
Holzschnitt
Zur Zeit nicht verfügbar

Orphismus ist ein abstrakter Malstil, der vom Kubismus beeinflusst und von Sonia und Robert Delaunay entwickelt wurde. Der Begriff wurde um 1912 von dem französischen Dichter Guillaume Apollinaire geprägt, um die Werke der Delaunays vom Kubismus abzugrenzen und ihre Betonung auf lebendige Farben und Licht hervorzuheben. Der Name Orphismus ist vom griechischen Musiker Orpheus inspiriert und symbolisiert die lyrischen und harmonischen Qualitäten der Bewegung.

In den 1960er Jahren entstand Funk Art als eine reaktive Bewegung gegen den Abstrakten Expressionismus. Sie war weithin als anti-establishment Bewegung bekannt, wobei der Name von dem Jazzbegriff funky abgeleitet ist. Dieser Begriff hatte sowohl positive als auch negative Konnotationen: In der Jazzwelt beschrieb er Leidenschaft, Eigenartigkeit und Sinnlichkeit, konnte aber auch auf einen unangenehmen Geruch hinweisen. Funk Art war besonders in der Bay Area in Kalifornien beliebt. Obwohl die Künstler der Funk Art-Ära ähnliche Einstellungen und Stile teilten, sahen sie sich nicht als Teil einer formalen Gruppe oder Bewegung.

Art Brut, ein französischer Begriff, der Rohe Kunst bedeutet, wurde von Jean Dubuffet geprägt, um Kunst zu beschreiben, die außerhalb der konventionellen Tradition der bildenden Kunst geschaffen wurde. Dubuffet verwendete den Begriff für Werke von Autodidakten, darunter Geisteskranke, Gefangene und andere Randgruppen der Gesellschaft. Er nannte es auch Outsider Art. Diese Kunst zeichnet sich durch ihre rohe, ungeschliffene Natur aus, oft ohne Rücksicht auf traditionelle Präsentation oder Nachahmung.
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