Thomas Ruff (Deutschland, 1958) ist ein zeitgenössischer Fotograf, bekannt für seinen konzeptuellen Ansatz und die Erforschung des fotografischen Mediums. Als Mitglied der Düsseldorfer Schule hat er diverse Serien produziert, darunter großformatige Porträts, Architekturstudien und digital manipulierte Bilder. Ruffs Arbeit hinterfragt die Wahrnehmung von Realität und Darstellung in der Fotografie.
C-printEin C-Typ-Druck, auch bekannt als chromogener Druck, ist ein fotografischer Druck, der von einem Farbdia oder -negativ erstellt wird. Der Druck wird auf chromogenem Papier hergestellt, das drei Emulsionsschichten enthält, die jeweils auf eine andere Primärfarbe empfindlich reagieren. Nach der Belichtung wird das Papier in einer Reihe von chemischen Bädern verarbeitet, wobei jede Schicht auf die Chemikalien reagiert, um das endgültige Bild zu erzeugen. C-Typ-Drucke sind bekannt für ihre reiche Farbtiefe und werden häufig in der Kunst- und kommerziellen Fotografie verwendet.
Thomas Ruff (Deutschland, 1958) ist ein zeitgenössischer Fotograf, bekannt für seinen konzeptuellen Ansatz und die Erforschung des fotografischen Mediums. Als Mitglied der Düsseldorfer Schule hat er diverse Serien produziert, darunter großformatige Porträts, Architekturstudien und digital manipulierte Bilder. Ruffs Arbeit hinterfragt die Wahrnehmung von Realität und Darstellung in der Fotografie.
Meine Bilder sind keine Abbilder der Realität, sondern zeigen eine Art zweite Realität, das Bild des Bildes.
- Thomas Ruff
Thomas Ruff, der als "Meister der bearbeiteten und neu erfundenen Bilder" bezeichnet wird, ist ein Fotograf, der dafür bekannt ist, dass er den technologischen Fortschritt als Mittel einsetzt, um seinem Gebiet neue Bedeutungen und visuelle Möglichkeiten zu verleihen. Press++ gehört zu den bemerkenswertesten Werken des Fotografen und besteht aus zahlreichen Bildern, die zwischen den 1920er und 1970er Jahren in amerikanischen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht wurden und später von Ruff bei eBay bezogen wurden. Bei der Herstellung der Werke scannte er die Vorder- und Rückseite der Bilder ein und kombinierte sie digital unter Berücksichtigung von Retuschen, Kritzeleien und Datumsstempeln. Zu Ruffs breiterem Oeuvre gehören ausdruckslose Porträts, verschwommene Pornografie, häusliche Interieurs und JPEGs aus dem Internet. Stark inspiriert von seinen Lehrern Bernd und Hilla Becher, lernte Ruff von deren Fachkenntnissen in der direkten Fotografie; Joel Meyerowitz und Stephen Shore gehören zu seinen weiteren frühen Einflüssen.
Die Düsseldorfer Photoschule bezieht sich auf eine Gruppe von Fotografen, die in den 1970er Jahren bei Bernd und Hilla Becher an der Kunstakademie Düsseldorf studierten. Diese Gruppe war bekannt für ihre Hingabe an schwarz-weiße Industrieaufnahmen, die typisch für die deutsche Tradition der Neuen Sachlichkeit sind. Die Fotografen konzentrierten sich auf eine präzise, methodische Dokumentation industrieller Strukturen und verwendeten dabei oft eine distanzierte und objektive Herangehensweise.