Katalogisiert auf Seite 166, Nummer 139, Antonio Saura, L'Oeuvre Imprimé, Catalogue Raisonné. Patrick Cramer. Genf. 2000.
Felipe II von Antonio Saura ist eine Serigrafie aus dem Jahr 1971 und zeigt die Neuinterpretation der historischen Figur des spanischen Königs in der charakteristischen expressionistischen Bildsprache des Künstlers. Die Komposition zeigt eine verzerrte Büste mit hohem Hut und dunklem Mantel, die an traditionelle königliche Porträts erinnert, jedoch durch gestische schwarze Linien und Schichten aus Grau, Braun und Weiß stark verändert wird. Das Gesicht ist in kantige Formen aufgebrochen, mit übergroßen Augen und angespannten Zügen, die eine intensive psychologische Wirkung erzeugen. Saura griff häufig Figuren aus der spanischen Geschichte und Kunst auf und verwandelte sie in rohe, maskenhafte Darstellungen. Das Werk ist im Catalogue Raisonné Antonio Saura, L'Oeuvre Imprimé von Patrick Cramer (Genf, 2000) verzeichnet und erschien in einer Auflage von 60 Exemplaren mit zusätzlichen Probedrucken.
Antonio Saura (Spanien, 1930–1998) war ein bedeutender Maler und Schriftsteller, bekannt für seine expressiven abstrakten Werke. Als zentrale Figur der spanischen Nachkriegskunst gründete er die El-Paso-Gruppe mit und förderte avantgardistische Strömungen. Sauras dynamische, gestische Malerei zeigt oft verzerrte Figuren und thematisiert Existentialismus und menschliche Zerbrechlichkeit.
SerigraphSerigrafie ist ein Druckverfahren, bei dem Siebdrucktechniken verwendet werden, um ein Bild zu erstellen. Das Bild wird digital in einzelne Farben aufgeteilt, wobei jede Farbe einem separaten Siebdruck zugewiesen wird. Diese Siebe werden dann von Hand verwendet, um jede Farbe Schicht für Schicht aufzutragen, um das ursprüngliche Kunstwerk, oft basierend auf einem Ölgemälde, nachzubilden.
Katalogisiert auf Seite 166, Nummer 139, Antonio Saura, L'Oeuvre Imprimé, Catalogue Raisonné. Patrick Cramer. Genf. 2000.
Felipe II von Antonio Saura ist eine Serigrafie aus dem Jahr 1971 und zeigt die Neuinterpretation der historischen Figur des spanischen Königs in der charakteristischen expressionistischen Bildsprache des Künstlers. Die Komposition zeigt eine verzerrte Büste mit hohem Hut und dunklem Mantel, die an traditionelle königliche Porträts erinnert, jedoch durch gestische schwarze Linien und Schichten aus Grau, Braun und Weiß stark verändert wird. Das Gesicht ist in kantige Formen aufgebrochen, mit übergroßen Augen und angespannten Zügen, die eine intensive psychologische Wirkung erzeugen. Saura griff häufig Figuren aus der spanischen Geschichte und Kunst auf und verwandelte sie in rohe, maskenhafte Darstellungen. Das Werk ist im Catalogue Raisonné Antonio Saura, L'Oeuvre Imprimé von Patrick Cramer (Genf, 2000) verzeichnet und erschien in einer Auflage von 60 Exemplaren mit zusätzlichen Probedrucken.
Antonio Saura (Spanien, 1930–1998) war ein bedeutender Maler und Schriftsteller, bekannt für seine expressiven abstrakten Werke. Als zentrale Figur der spanischen Nachkriegskunst gründete er die El-Paso-Gruppe mit und förderte avantgardistische Strömungen. Sauras dynamische, gestische Malerei zeigt oft verzerrte Figuren und thematisiert Existentialismus und menschliche Zerbrechlichkeit.
Ich glaube an die Liebe, die Gerechtigkeit und die Poesie.
- Antonio Saura
Antonio Saura (geb. 1930 Spanien, gest. 1998 Spanien) war ein spanischer Maler und Schriftsteller, der als eine der führenden Figuren des europäischen abstrakten Expressionismus gilt. Sauras Werke zeichnen sich durch ihre intensive emotionale Tiefe, kraftvolle gestische Pinselstriche und eine dunkle, oft monochrome Farbpalette aus. Er entwickelte einen einzigartigen Stil, der Abstraktion mit figurativen Elementen kombinierte, wobei er sich oft auf die menschliche Figur konzentrierte, insbesondere auf verzerrte Gesichter und Torsi. Sauras Kunst war stark von den Wirren des Spanischen Bürgerkriegs und seinen persönlichen Kämpfen beeinflusst, was sich in der rohen, viszeralen Energie seiner Gemälde widerspiegelt. Er war ein Gründungsmitglied der El Paso-Gruppe, einem Kollektiv von Avantgarde-Künstlern, die in der Nachkriegszeit die spanische Kunst durch Abstraktion und Experimentation erneuern wollten. Sauras Werke befassen sich häufig mit Themen wie Gewalt, Unterdrückung und existenzieller Angst, was ihn zu einer kritischen Stimme in der Nachkriegskunst machte. Seine Gemälde und Zeichnungen wurden weltweit in bedeutenden Museen und Galerien ausgestellt und festigten sein Vermächtnis als einer der bedeutendsten spanischen Künstler des 20. Jahrhunderts.
Abstrakte Kunst verwendet Form, Linie und Farbe, um eine visuelle Erfahrung zu schaffen, ohne die äußere Realität darzustellen. Die Komposition existiert unabhängig von den visuellen Referenzen der Welt und konzentriert sich darauf, Ideen und Emotionen durch nicht-repräsentative Mittel auszudrücken.